Warum kann die SPD Bückeburg keinen Radverkehr?

Schon 2017 wurde auf Initiative der Grünen mit der damaligen Mehrheitsgruppe aus SPD, GRÜNEN und FDP ein Radverkehrskonzept für die Stadt Bückeburg durch ein Fachbüro erarbeitet und beschlossen.

Von diesem Konzept wurde in der Zeit, als die SPD noch Teil der Mehrheitsgruppe war, jedoch kaum etwas umgesetzt. Im Gegenteil: Der Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die vorgeschlagene Fahrradroute von Bergdorf über die Fürst- Ernst Straße in die Innenstadt zu schaffen, wurde damals abgelehnt. Diesen Antrag befürwortete die Verwaltung und setzte viele Arbeitsstunden in die Aufbereitung der Vorlagen. Die Fürst- Ernst Straße in eine Fahrradstraße umzuwidmen wollte die Mehrheit der Ratsmitglieder*innen der SPD Bückeburg nicht zustimmen.

Und Heute, 2026 wieder das Gleiche:

Auch die Umgestaltung der Rintelner Straße im Sinne des Radverkehrskonzeptes wurde fachlich begleitet. Der Vorschlag 5a, des beauftragten Fachbüros, wurde mehrheitlich in den Ausschüssen beschlossen. Die Verwaltung beantragte daraufhin Fördermittel und erhielt Zusagen für erhebliche Zuschüsse für den fahrradfreundlichen Umbau der Rintelner Straße.

Die Bückeburger Landwirte stimmten dem Entwurf ebenfalls zu, da die Variante 5a die größte Fahrbahnbreite für landwirtschaftliche Fahrzeuge gewährleistet.

Diese vom Fachbüro vorgeschlagene Variante würde eine durchgängige Radverkehrsverbindung von der Landesgrenze über die Rintelner Straße – mit möglicher Erweiterung des Fahrradweges der Georgstraße bis in die Innenstadt schaffen.

Dieses Konzept ist modern, zukunftsfähig, wird gefördert und ist bezahlbar, so hat es uns das Fachbüro vorgeschlagen und so denken auch wir von BÜNDIS 90/ DIE GRÜNEN Bückeburg.

Natürlich kann man, wenn man wieder in die politische Mehrheit kommt, ein solches Projekt erneut von vorne beginnen. Die Frage ist jedoch, ob sich Bückeburg weitere Verzögerungen beim Ausbau der Radinfrastruktur leisten kann.

Von Wilhelm Klusmeier